Planned route
Actual Track - GPS-Logger zu spät eingeschaltet
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| Filed Route: | BESLA DCT ABALA DCT PJL DCT DOPUD DCT KNO DCT ATA |
| Geplante Flugzeit: | 2:15h |
| Tatsächliche Flugzeit: | 2:19h |
| Fotogalerie (102 Bilder): | Link |
Nun also der Flug in die Ödnis Nordskandinaviens. Er begann mit dem nächsten 'direct to'
des schwedischen Controllers bis an die finnische Grenze. Und dann wurde es im Funk verdammt ruhig. Bis auf einen AmericanAirlines Flug, der in FL390
ebenfalls für kurze Zeit in diesem Radarsektor unterwegs war, waren wir lange Zeit die einzigen auf 131.05, so daß ich nach 20min Sendepause
an der finnischen Grenze schon mal "D-ML, Radio Check" gemacht habe. Antwort laut und klar: "D-ML, read you five, you may now call Tampere Control on 126.1"
Auch die Respond-Anzeige des Transponders war ziemlich lange ziemlich dunkel. Als Vorsorge für den worst case hatte ich mir
auf der "Nearest"-Seite im MFD immer mal wieder die "Nearest Airports" geguckt. Fazit: In Schweden einige, in Finnland wenige,
in Norwegen keiner.
Entsprechend auch die Infrastruktur auf dem Boden: In Schweden standen bis in die letzte Ecke immer mal wieder
einige Häuser und es zogen sich Wirtschaftswege durch die Landschaft. In Finnland wurde die Besiedlung dann schon dünner, entsprechend
weniger Straßen und Wege und in Nordnorwegen war dann gar nix mehr: Keine Hütten/Häuser, keine Straßen/Wege bis kurz vor Alta.
Die Gegend bewaldet, sumpfig oder felsig, von oben ziemlich eben, von unten betrachtet (wenn man mitten drin steht ) dann doch
ziemlich uneben, mit Felsen und Spalten durchsetzt und allenfalls zum Fahrwerk wegfräsen geeignet. Und: 50km oder mehr bis zur nächsten
zivilisatorischen Errungenschaft. Obwohl: Das Mobiltelefon hat Empfang, ein Balken oder zwei, aber immerhin.
Auf dem Flug nach Norden in FL110 über dem Wetter sank die Nullgradgrenze immer weiter ab, so daß wir kurz vor Alta schon deutlich im negativen Temperaturbereich waren und dementsprechend im Sinkflug auf Alta durch die Wolken einiges an Eis ansetzten. Das rutschte dann bei 5000ft zwar alles wieder weg, aber erstmal war Vereisung angesagt. Der Anflug auf Alta selbst ist auch ganz spannend, weil der Flugplatz selbst ins Fjord hineingebaut ist und damit ca auf 10ft MSL liegt. Die umgebenden Berge nach Süden, Osten, Westen sind aber alle bis zu 3000ft hoch, so daß der Anflug von Süden her mit einem regelrechten Sturzflug endet. Außerdem ist die Piste schlecht zu sehen, weil merkwürdig graubraunocker betoniert und kaum Kontrast zu der übrigen öden Gegend aufweist. D.h. beim nächsten Mal trotz CAVOK einen ILS approach und keinen visual approach. Das erspart das angestrengte Suchen.